Carport bauen
Einen Holzcarport bauen schützt Ihr Auto vor Hagel, Sonne und Laub — ohne den geschlossenen Look einer Garage. Konstruktiv ist er eine Überdachung mit strengeren Anforderungen: breitere Spannweiten, höhere Pfosten und ein Dach, das Wind und Schnee aushält. Rechnen Sie für einen Stellplatz zwei Wochenenden mit zwei Personen.
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Douglasie-Balken
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Legen Sie Maße und Durchfahrtshöhe fest, bevor Sie das Fundament gießen.
Standort, Maße und Genehmigung
Wählen Sie einen Platz nahe der Zufahrt mit ausreichender Einfahrtsbreite und Wendekreis. Beachten Sie Grundstücksgrenze, Nachbarfenster und vorhandene Fallrohre.
Standardmaße: 1 Auto etwa 3 × 6 m Grundfläche, 2 Autos etwa 6 × 6 m. Lichte Durchfahrtshöhe mindestens 2,20 m; 2,40 m ist komfortabler. Überstand vorne und hinten hält Regen von Windschutzscheibe und Kofferraum fern.
Genehmigung: Ein offener Carport fällt oft unter dieselben Regeln wie eine Überdachung (Hintergrundstück, Höhe, Bebauungsgrad). An der Vorderfassade oder im Vordergrundstück gelten strengere Vorschriften. Prüfen Sie das Omgevingsloket.
KLIC-Meldung bei Grabarbeiten. Planen Sie jetzt Elektrokabel für Beleuchtung oder Ladepunkt — ein Leerrohr unter dem Fundament kostet fast nichts extra.
Auslegen und Fundament
Setzen Sie den Grundriss im rechten Winkel aus (Diagonalen gleich). Markieren Sie jeden Pfosten. Beim Carport stehen Pfosten oft in zwei Reihen; der Achsabstand folgt Ihrem Balkenplan, nicht „ungefähr drei Meter“.
Fundament: Betonfundamente 60–80 cm tief mit Stahlpfostenankern oder eine gegossene Balkenfundament bei schwachem Boden. Carports fangen mehr Wind als eine niedrige Veranda — sparen Sie nicht an Fundamentgröße.
Anker mit Schablone stellen, damit alle Füße in Linie und auf Höhe stehen. Beton 24–48 Stunden aushärten lassen. Auf Einfahrtbeton bohren mit chemischem Anker ist möglich, wenn die Platte dick und intakt genug ist — im Zweifel separate Fundamente neben der Einfahrt.
Pfosten und Hauptbalken
Nutzen Sie schwerere Pfosten als bei einer Sitzüberdachung: oft mindestens 15 × 15 cm Douglasie, bei größeren Spannweiten 15 × 20 cm oder Hartholz 12 × 12 cm+. Montieren Sie lotrecht, streben Sie vorübergehend ab, prüfen Sie die Reihe in einer Sichtlinie.
Hauptbalken in Längsrichtung des Autos (oder quer, je nach Dachrichtung) mit ausreichender Tragfähigkeit. Verbinden mit Balkenträgern, Durchgangsbouten oder halbholzigen Verbindungen — nicht nur Schrauben im Endholz.
Windverband: Bei offenen Carports empfehlen wir Streben oder eine stabile Giebel-/Profilholzwand an einer Seite (z. B. am Haus oder mit Profilholz), damit die Konstruktion bei Windstößen nicht „parallelogrammiert“.
Dachkonstruktion und Eindeckung
Sparren oder Pfetten Achsabstand je nach Dachtyp: Bei Well-/Trapezblech oft 60–75 cm; bei EPDM auf Schalung enger. Gefälle Richtung Dachrinne einbauen (mindestens 1,5–2 % bei Flachdach oder klare Pult-/Satteldachneigung).
Dachwahl: Polycarbonat oder Profilblech (leicht, schnelle Montage, dicht bei richtiger Überlappung), EPDM auf Schalung (leise, sauber) oder Ziegeldach auf stabileren Sparren (schwerer, mehr Genehmigungs-/Konstruktionsaufwand).
Platten mit richtigen Schrauben und Dichtung befestigen; zu fest anziehen reißt Polycarbonat. Bei Kunststoff Spielraum für Ausdehnung lassen.
Entwässerung, Wände und Ausbau
Dachrinne an der tiefen Seite ist kein Luxus: Ohne Rinne entsteht ein Wasserschirm neben dem Auto und Matsch auf der Einfahrt. Ableitung in Schacht, Versickerung oder Regentonne — nicht zu den Nachbarn.
Optional: Seitenwand aus Profilholz oder Lamellen gegen einwehenden Regen, Stauraum an der Stirnseite, LED-Beleuchtung unter dem Balken, Vorbereitung Ladestation.
Douglasie sofort behandeln; alle Schnittflächen schützen. Endkontrolle: Vorsichtig mit dem Auto durchfahren und Spiel links/rechts und oben prüfen. Jährlich Anker, Bolzen und Rinne prüfen.
Senden Sie uns ein Foto Ihrer Einfahrt, gewünschtes Maß (1 oder 2 Autos) und Dachwunsch — dann erhalten Sie ein komplettes Holzpaket mit Preisangebot.
Werkzeug
Legen Sie alles bereit, bevor Sie starten - ein Baumarktbesuch zwischendurch kostet einen halben Tag.
Die fünf häufigsten Fehler
Zu leichte Pfosten oder zu große Spannweite für Windlast.
Kein Windverband: Der Carport steht „lose“ und reißt bei Sturm.
Durchfahrtshöhe vergessen — Spiegel oder Dachbox passt nicht.
Dach ohne Rinne: Wasserschirm neben dem Auto und nasse Einfahrt.
Fundament nur auf Fliesen oder zu flache Fundamente.
Häufig gestellte Fragen
Welches Maß brauche ich für einen Carport für ein Auto?
Rechnen Sie etwa 3 × 6 m Grundfläche und mindestens 2,20 m lichte Höhe (lieber 2,40 m). Überstand hält Regen weniger schräg ab.
Brauche ich eine Genehmigung für einen Carport?
Oft gelten dieselben Regeln wie für eine Überdachung im Hintergrundstück. An der Straßenseite oder im Vordergrundstück ist öfter eine Genehmigung nötig. Prüfen Sie das Omgevingsloket.
Douglasie oder Hartholz für einen Carport?
Douglasie ist üblich und bei richtiger Dimensionierung und Behandlung stark genug. Hartholz ist teurer und wartungsärmer. Für die meisten Carports ist schwere Douglasie die beste Preis-Leistungs-Wahl.
Kann ich später Wände oder Stauraum hinzufügen?
Ja, planen Sie Pfostenpositionen und Fundament jetzt darauf. Eine Stirnwand mit Tür oder eine geschlossene Seite aus Profilholz ist später einfacher, wenn Anker und Maße stimmen.
Was kostet ein Holzcarport?
Groß €120–€280 pro m² Grundfläche für Holz- und Dachpaket, je nach Größe und Ausbau. Fragen Sie ein Angebot mit Ihren Maßen für einen genauen Preis an.
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